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2002-01-02 13:16:36 Ingenieurstudenten sind schlecht in MatheDortmund (/lnw) - Viele Ingenieurstudenten sind nach Ansicht eines Experten schlecht im Mathematik. «Gut 30 Prozent der Studenten, die bei uns anfangen, haben die Grundbegriffe der Mathematik nicht mitbekommen», sagte Prof. Eberhard Menzel, von Januar 2002 an Rektor der Fachhochschule Dortmund. «Viele können sehr wenig.» Mit Blick auf das katastrophale Abschneiden deutscher Schüler beim internationalen Schulleistungstest «Pisa» forderte er, in der schulischen Mathematikausbildung «komplett aufzuräumen». «Nach meiner Erfahrung fallen 70 bis 80 Prozent der Studenten in den Anfangssemestern in Mathe-Klausuren durch», sagte Menzel. Diese Erfahrungen decken sich nach Angaben des Experten für elektrische Energietechnik mit den Beobachtungen der Kollegen im Land. «Wenn ich im Bauingenieurswesen wäre, würde ich sagen, dass die Brücken des Ingenieursnachwuchses wohl zusammenbrechen werden.» Zahlreiche Studenten hätten Schwierigkeiten mit einfachen quadratischen Gleichungen. «Aber auch die Bruchrechnung ist ganz kompliziert, Prozentrechnung genauso», sagte Menzel. «Es fällt schon auf, dass die Studierenden immer schlechter werden.» Noch vor zehn Jahren habe er wesentlich anspruchsvollere Klausuren gestellt. Gründe für die Schwächen sieht der künftige Rektor in mangelnder Übung und dem Mathematikunterricht an den Schulen, der an den Schülern vorbei gehe. «Nach 13 Jahren Mathe-Unterricht müsste mehr herauskommen. Anders sieht das Bild aus, wenn die Studenten nach einer Lehre zu uns kommen.» Die Lehrinhalte an den Schulen seien «überarbeitungswürdig». Die Hochschullehrer stünden vor einer Gewissensfrage, sagte Menzel: «Sollen wir die Studenten durchkommen lassen und Ingenieure ausbilden, deren Kenntnisse immer schlechter werden, oder sollen wir ein bestimmtes Qualitätsniveau halten und Studenten nach Hause schicken?» Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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