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2001-05-21 11:47:07 Masseure haben die Gesundheit fest im GriffDer Masseur und medizinische Bademeister zählt zu den nichtärztlichen Heilberufen. Zur Qualifikation für diese beiden Berufe gehört physische Belastbarkeit. «Es ist ein körperlich anstrengender Beruf, der überwiegend im Stehen ausgeübt wird», sagt Blum. Die pure Körperkraft sei aber nicht das Entscheidende: «Es kommt mehr auf Geschicklichkeit und Fachkenntnis an.» Wer sich für einen der beiden nichtärztlichen Heilberufe bewerben möchte hat gute Karten: «Die Einstiegschancen sind zur Zeit sehr gut», sagt Bruno Blum, Präsident des Verbandes Physikalische Therapie - Vereinigung für die Physiotherapeutischen Berufe (VPT) in Hamburg Ein steigendes Gesundheitsbewusstsein der Menschen trägt dazu bei, dass der Beruf des Masseurs und medizinischen Bademeisters heute einen festen Platz in der Physiotherapie hat: «Seit einigen Jahren ist bei uns die Zahl der offenen Stellen größer als die der qualifizierten Bewerber», so Blum, der seit 25 Jahren Präsident des Verbandes ist. Psychisch müssen Masseure und medizinische Bademeister sehr belastbar sein. Wie bei allen medizinischen Berufen gehört auch hier der Umgang mit Krankheiten zum Alltag. «Wir haben es bei unserer Arbeit täglich mit Menschen aller Altersstufen, aus allen Gesellschaftsschichten und mit ganz verschiedenen Krankheiten zu tun», erzählt Blum, «darunter fallen chronisch Kranke ebenso wie Schulkinder mit Rückenschmerzen oder Leistungssportler.» Da der Masseur bei seiner Arbeit engen Körperkontakt zu seinen Patienten hat, muss er innerlich Distanz bewahren können. Ihren Arbeitsplatz haben Masseure und medizinische Bademeister zum Beispiel in Krankenhäusern, Spezialkliniken, Facharztpraxen, Massage- und Physiotherapiepraxen, Heilbädern oder Sportverbänden. Neben der klassischen Massagetherapie und Sonderformen der Massage gibt es die Bewegungstherapie, die Elektro- und Lichttherapie oder die Thermotherapie. Ein bewährtes Heilverfahren ist auch die Anwendung von Moor, Fango oder Schlick. Spätestens seit den Aufsehen erregenden Behandlungserfolgen des Pfarrers Sebastian Kneipp (1821-1897) ist Wasser als Heilmittel anerkannt. Eine eigene Erkrankung führte Kneipp zur Idee der Wasserkur, einer Vorläuferin der modernen Hydrotherapie. «Darunter versteht man vielfältige Wasseranwendungen bei unterschiedlicher Temperatur», erklärt Joachim Rauch, Direktor der Sebastian-Kneipp-Schule in Bad Wörishofen. Bei Kreislaufstörungen, leichten Gefäßerkrankungen oder einer Anfälligkeit des Körpers für Erkältungen können mit der «Wasser-Massage» gute Erfolge erzielt werden. Den Beruf des Masseurs und medizinischen Bademeisters kann erlernen, wer mindestens einen guten Hauptschulabschluss hat. Eine abgeschlossene Berufsausbildung und etwas Lebenserfahrung sind von Vorteil. Die Ausbildung zum Masseur dauert in der Regel zweieinhalb Jahre. Sie findet an staatlichen oder staatlich anerkannten privaten Schulen und im Praktikantenbetrieb statt. Der spätere Verdienst richtet sich stark nach Arbeitsplatz und Spezialisierung, liegt aber im Durchschnitt bei 3000 bis 5000 Mark brutto im Monat. «Eine Arztausbildung war mir zu langwierig und zu kompliziert», sagt Melanie März, Schülerin im zweiten Ausbildungsjahr an der Sebastian-Kneipp-Schule. Sie wird bald ihr Berufspraktikum in einem Krankenhaus oder Reha-Zentrum absolvieren und freut sich schon jetzt ganz besonders auf die Arbeit mit kleinen Patienten: «Ich würde mich später gerne auf die Behandlung von Kindern spezialisieren - die spielerische Gestaltung einer Therapie ist immer eine besondere Herausforderung.» Informationen: Verband Physikalische Therapie - Vereinigung für die Physiotherapeutischen Berufe (VPT), Hofweg 15, 22085 Hamburg (Tel.: 040/227 232 22). Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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