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2001-08-06 09:36:20 Berufe bei FluggesellschaftenDie Luftfahrt übt auf viele Menschen eine große Faszination aus. Kein anderes Verkehrsmittel ist so sicher und so schnell wie das Flugzeug. Damit der Urlaub oder die Geschäftsreise aber tatsächlich ohne Turbulenzen verläuft, sind am Boden und in der Luft - neben den Piloten - viele andere Mitarbeiter erforderlich. Sie arbeiten bei den Fluggesellschaften zum Beispiel im Call-Center, am Check-In-Schalter oder als Flugbegleiter in der Kabine. Derzeit führen die wachsende Bedeutung des Luftverkehrs und ständig steigende Passagierzahlen bei vielen großen Fluggesellschaften weltweit zu einem erhöhten Personalbedarf in verschiedenen Einsatzbereichen. «Wir werden in den nächsten Jahren eine erhebliche Nachfrage an qualifizierten Mitarbeitern erleben», sagt Katrin Hassenstein von der Deutschen Lufthansa (LH) in Frankfurt. «Daher sind zurzeit die Einstiegschancen für motivierte junge Leute sehr gut.» Unter dem Motto «Ticket to the Future» hat die Lufthansa eine langfristige Ausbildungsinitiative gestartet. Auch beim Ferienflieger LTU in Düsseldorf und bei der Deutschen BA in München ist fähiger Nachwuchs immer willkommen: «Über einen Mangel an Bewerbern können wir nicht klagen», sagt Antje Urban von der Deutschen BA. Das Problem liege vielmehr darin, «dass viele Bewerber falsche Vorstellungen von Airline-Berufen haben und das Anforderungsprofil nicht erfüllen.» Die Luftfahrt-Profis der Zukunft sollten über mehrere «himmlische» Eigenschaften verfügen, damit auf den Karrierestart keine Bruchlandung folgt. Serviceorientierung, Kontaktfreude und Diplomatie sind wichtige persönliche Voraussetzungen: «Alle angebotenen Berufe sind Dienstleistungsjobs mit direktem Kundenkontakt», erklärt Katrin Hassenstein. «Da ist jede Menge Fingerspitzengefühl gefragt.» Ist ein Kunde schlecht gelaunt oder gestresst, müssen die Service-Profis der Fluggesellschaft dennoch höflich und zuvorkommend bleiben. «Die Mitarbeiter müssen sich aufeinander verlassen können», sagt LH-Sprecherin Hassenstein. «Sie sollten jederzeit die Situation im Griff haben und gerade auch in schwierigen Augenblicken souverän reagieren.» Eine gepflegte Erscheinung, gute Umgangsformen und ein sicheres, aber nicht überhebliches Auftreten können dabei helfen. Viele Mitarbeiter einer Fluggesellschaft arbeiten am Boden hinter den Kulissen. Trotzdem legen sie mit ihrer Tätigkeit eine wichtige Basis für den Erfolg des Unternehmens. Zu ihnen gehört zum Beispiel der so genannte Call-Center-Agent. Dieser telefonische Verkaufsberater gibt Auskünfte über Flugstrecken, Preise und Tarifkonditionen, muss aber auch spezielle Serviceangebote erläutern können. Dazu zählen zum Beispiel die Vielflieger-Bonusprogramme, die inzwischen von nahezu allen Fluggesellschaften angeboten werden. Der Call-Center-Agent soll Reservierungen und Buchungen schnell, freundlich und kompetent bearbeiten - er darf also nicht auf der langen Leitung stehen. Ganz wichtige Voraussetzungen in diesem Job sind sehr gutes Ausdrucksvermögen und fundierte Englischkenntnisse. Die ersten Ansprechpartner der Passagiere am Flughafen sind die Mitarbeiter vom Check-In-Schalter: «Wir bearbeiten bis zu acht Abflüge pro Einsatz», sagt Anne Just, die in Frankfurt für Lufthansa Dienst tut. «Zu unseren wichtigsten Aufgaben gehören die Vergabe der Sitzplätze, die Gepäckannahme und das Überprüfen der Reisedokumente.» Die Arbeit am Check-In kann manchmal sehr stressig sein. Aber Anne Just und ihre Kollegen haben ein Rezept: «Wir versuchen, aus der Betreuung keine Massenabfertigung zu machen. Eine persönliche Frage, ein Lächeln oder ein kleiner Witz - das wirkt oft schon Wunder.» Mit einiger Berufserfahrung können sich die Check-In-Mitarbeiter auch für andere Bereiche bewerben. Dazu zählen der Flugscheinverkauf, die Gepäckermittlung, Flugzeugabfertigung oder auch die Betreuung besonderer Fluggäste wie allein reisender Kinder. Wenn andere auf Reisen gehen, dann haben sie alle Hände voll zu tun: die Flugbegleiter. Über den Wolken sind sie das Aushängeschild ihrer Fluggesellschaft. Sie sollen nicht nur den perfekten Ablauf des Bordservice garantieren, sondern sind in erster Linie zur Sicherheit der Passagiere da. Die Arbeit in luftiger Höhe gilt vielen noch immer als ein klassischer Traumberuf, erfordert aber große Belastbarkeit und eine sehr gute körperliche Konstitution. «Häufige Klimawechsel und Zeitverschiebungen gehören zu unserem Job», sagt Nicole Böhm, die seit 11 Jahren als Flugbegleiterin für die Lufthansa arbeitet. «Außerdem bringt das Leben aus dem Koffer eine häufige Abwesenheit von zu Hause mit sich, die von unseren Familien und Freunden viel Verständnis erfordert.» Wer wie Nicole Böhm regelmäßig zwischen Frankfurt und Nordamerika pendelt, ist zum Feierabend oft eher in Los Angeles - und nicht daheim. Ihr Dasein als moderne Weltenbummler macht für die meisten Flugbegleiter einen großen Teil der Attraktivität ihres Berufes aus: «Die Begeisterung fürs Fliegen und das Gefühl, eine gute Leistung erbracht zu haben, sind die besten Mittel gegen Jetlag oder Heimweh», sagt Nicole Böhm. Informationen gibt es im Internet unter http://www.lufthansa.com, http://www.deutsche-ba.de und http://www.ltu.de. Die Lufthansa hat Bewerbungs-Hotlines für einzelne Berufe (Call-Center-Agent: 01803/96 09 60, Check-In: 01803/69 69 69, Flugbegleiter: 01803/22 43 66). Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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