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2001-11-27 14:14:39 Konzept für Vereinbarkeit von Job und FamilieKöln (/lnw) - Schon Auszubildende sollten nach Experten-Ansicht über Familienplanung und Vereinbarkeit von Job und Familie nachdenken. Das empfahl die Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Elisabeth Pott, in Köln bei der Vorstellung eines Azubi-Schulungskonzepts. Informationen und Fortbildungen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf richteten sich bisher nur an Beschäftigte nach der Übernahme in den Betrieb. Auch bei den Unternehmen wachse aber die Einsicht, dass dies bereits früher geschehen sollte. Dies könne zu einer besseren Personalbindung, geringerer Fluktuation sowie niedrigerer Krankheitsrate führen. Gemeinsam mit dem Verein Pro Familia Freiburg entwickelte die BZgA ein Schulungskonzept für Azubis, das vier Jahre lang von Unternehmen wie der Volkswagen AG, der Deutschen Bahn AG und der Deutschen Telekom AG getestet wurde. Das Projekt sei auf hohe Akzeptanz gestoßen und habe Interesse bei weiteren Betrieben ausgelöst. Das Konzept ziele vor allem auf die «Sensibilisierung und Selbstreflexion» der Azubis, zeige ihnen aber auch ihre Rechte und Möglichkeiten auf, etwa bei Teilzeitarbeit oder Beschäftigungen von zu Hause aus. Rund 400 Ausbilder wurden bisher in den Unternehmen geschult. Gerade Frauen mit eher niedrigem Berufsabschluss sind nach BZgA-Angaben häufig nicht auf Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie vorbereitet. Frauen mit höherem Bildungsabschluss verzichten nach Worten von Pott häufig ganz auf ein Kind. Elternzeit nehmen zu 98 Prozent Frauen. Das hänge auch mit dem Bruttoeinkommen der Frauen zusammen, das in den alten Bundesländern bei 76,9 Prozent der Männer liegt, in den neuen Ländern bei 89,9 Prozent. Obwohl Frauen die besseren Schulabschlüsse hätten, seien sie in Führungsetagen nur mit 13 Prozent vertreten. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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