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2001-12-03 15:18:01

Schulbücher stellen Ernährungsthemen häufig falsch dar



Paderborn (/lnw) - Ernährungsthemen werden in deutschen Schulbüchern nach einer Studie der Universität Paderborn häufig falsch dargestellt. «Insbesondere bei der Beschreibung von Ursachen ernährungsabhängiger Krankheiten wimmelt es von Fehlern», sagte Professor Helmut Heseker, Ernährungswissenschaftler an der Hochschule.

Die Auswertung von mehr als 470 Schulbüchern aus Sachunterricht, Biologie, Hauswirtschaft, Arbeits- und Ernährungslehre sowie Gesundheitserziehung habe schwer wiegende inhaltliche Mängel ans Licht gebracht. «Erstaunlicherweise sind die Darstellungen über Zucker und über Vitamine besonders fehlerträchtig», sagte Heseker. In den untersuchten Lehrwerken seien allein 156 Behauptungen über Vitamine gefunden worden, die nicht korrekt seien.

Als besonders gravierend bezeichnete der Ernährungswissenschaftler Aussagen, nach denen Diabetes mellitus durch Zuckerkonsum ausgelöst werde. «In einigen Büchern ist zudem zu lesen, dass eine hohe Proteinzufuhr zu Gicht führt, und dass Zucker ein Vitaminräuber ist», erklärte der Experte. Dies stimme ebenso wenig wie die Behauptung, dass es ungesund sei, zu viel und beim Essen zu trinken.

Viele dieser Irrtümer basieren nach Angaben Hesekers auf veralteten Literaturquellen. «Schulbuchautoren sollten darauf achten, ausschließlich Fakten darzustellen, die durch aktuelle wissenschaftliche Studien belegt sind», forderte er.


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