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2003-05-29 11:47:52 Fremdsprachen werden immer mehr zu SchlüsselqualifikationenRostock (/mv) - Fremdsprachen werden immer mehr zu Schlüsselqualifikation in Ausbildung und Beruf. «Ohne Englisch bekommen Sie als Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieur oder Jurist heute kaum noch einen Job», sagte Barbara Amling, Leiterin des Sprachenzentrums an der Universität Rostock. Künftig werde das Lernen anderer Sprachen verstärkt in das Studium integriert und auch im Zeugnis vermerkt. Heute seien laut Studien mangelnde Sprachkenntnisse noch für viele ein Karrierehindernis. «Wir wollen den Studenten ein Auslandssemester oder eine Promotion in einer anderen Sprache ermöglichen», erklärte Amling. «Damit erfüllen wir den Auftrag der europäischen Bildungsminister, die die Hochschulen zu einer Internationalisierung der Akademikerausbildung verpflichtet haben.» Die Zielvorgabe der EU lautet, dass jeder Europäer einmal zwei Fremdsprachen beherrschen soll. Im Rostocker Sprachenzentrum lernen pro Semester etwa 2000 Studenten. Neben den Klassikern Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch wird auch Schwedisch angeboten. Viele Deutsche studieren in Schweden, weil dort an den Hochschulen vor allem Englisch gesprochen wird. Sie sollen aber auch im Alltag bestehen können und Kontakt mit den Einheimischen aufzubauen. «Unser Ziel ist auch, die Vielfalt der Sprachen in Europa zu erhalten, damit nicht nur noch Englisch gesprochen wird.» Dazu sollen laut Amling auch die Schulen beitragen: «Es gibt etwa in Mecklenburg-Vorpommern kaum eine Schule, in der Kinder die Sprache unserer Nachbarn in Schweden lernen können.» Auch die anderen Sprachen des Ostseeraumes spielten keine große Rolle. «Bei den Studenten liegt das auch an mangelndem Interesse an einem Aufenthalt in diesen Ländern. Im Lebenslauf macht es sich eben immer noch besser, ein Semester in den USA studiert zu haben als in Polen.» Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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