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2003-05-22 12:10:54 Fair zu Eltern und Lehrern in Gewaltdiskussion seinStuttgart - In der Diskussion um Gewaltprobleme bei Kindern und Jugendlichen werden Eltern und Lehrer nach Ansicht von Jugendschutzexperten zu Unrecht öffentlich diffamiert. «Es gibt schon eine private und schulische Verantwortung - aber man sollte kein abwertendes Pauschalurteil fällen», sagte die Geschäftsführerin der baden-württembergischen Aktion Jugendschutz, Elisabeth Gropper. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz der Länder- Jugendminister steht unter anderem die Unterstützung der Familien bei der Erziehung. «Bei Problemen wird häufig den Familien der Schwarze Peter zugeschoben oder man macht sich über die Lehrer her», kritisierte Gropper. Dabei könnten Schwierigkeiten nur gemeinsam mit Öffentlichkeit und Staat gelöst werden. «Familien brauchen öffentliche Partner», forderte Gropper. «Wenn man angesichts wachsender Gewalt unter Jugendlichen Eltern pauschal die Verantwortung zuschiebt, schüttet man das Kind mit dem Bade aus», sagte die Pädagogin. Das «Versagen in der Erziehung» werde zu Unrecht zu einem moralischen Problem gemacht. Dabei sei es auch an der Politik, ein «erziehungsfreundliches Umfeld» zu schaffen. Dies bedeute unter anderem, dass kinderreiche Familien auch eine Wohnung finden oder Kinder anregende Spielräume haben. «Kinder haben inzwischen zum Glück auch vor dem Gesetz ein Recht auf gewaltfreie Erziehung», sagte die Expertin. Dies sei ein guter Ansatz zur Gewaltprävention - denn Kinder, die Gewalt erfahren, neigten eher zu Gewalttätigkeiten. Die Eltern von problematischen Kindern dürften nicht «gebrandmarkt» oder «mit dem erhobenen Zeigefinger belehrt» werden. «Erziehungspartnerschaften sollten noch mehr entwickelt werden - etwa zwischen Eltern und Lehrern, aber auch zwischen Familien und Gesellschaft», sagte Gropper. Die Schulsozialarbeit oder Eltern-Kind-Zentren hätten sich dabei beispielsweise als gute Bindeglieder erwiesen. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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