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2003-03-20 11:07:22 Mobile Massage für motivierte Büro-ArbeiterStuttgart - Das Fax surrt, das Telefon klingelt, auf dem Computerbildschirm blinkt die Meldung: «neue e-mail» - doch Claudia Urban hockt regungslos entspannt auf einem türkisfarbenen Massagestuhl. Die Stuttgarter Unternehmerin gönnt sich zwei Mal im Monat eine Massage in ihrem Büro. «Das ist für mich Luxus», sagt sie. Auch ihren sieben Angestellten, die acht Stunden täglich über Computer und Telefon Privatzimmer an Touristen und Geschäftsreisende vermitteln, zahlt Urban eine Massage. Als Unternehmerin kann sie die Kosten für den Service, der für sie Krankheitsvorbeugung ist, zu 100 Prozent von der Steuer absetzen. Für den «Luxus» ist der ausgebildete Körper- und Atemtherapeut Cornelius Hinze mit dem zusammenklappbaren Massagestuhl, einer mobilen Liege, Handtüchern und gut duftenden Ölen aus Weil der Stadt angereist. Für 30 bis 45 Minuten streicht und knetet der gelernte Kaufmann die am Schreibtisch entstandenen Blockaden aus Nacken, Schultern und Rücken seiner Klienten. Sie müssen sich nicht ausziehen, lediglich die Halskette ablegen und schon kann es losgehen. Die Idee für seine Firma «Die gute Hand» ist «aus eigenem Leiden geboren», berichtet der 34 Jahre alte Hinze. Als Geschäftsmann war er selber beruflich stark belastet. Wer viel im Sitzen arbeite, den plagten häufig Rückenschmerzen, Kopfweh, sogar Schwindelgefühle. Die Ursachen sind nach Hinzes Erfahrungen nicht selten Verspannungen im Nacken oder den Schultern. Hinze hilft durch klassische medizinische Massage, Reflexzonen- oder Tiefenmuskulaturmassage oder auch die indische Ayurveda. «Ich helfe gezielt da, wo es den Kunden am meisten hilft», beschreibt der 34-Jährige. Täglich, wöchentlich oder auch nur ab und zu, in der Mittagspause, vor wichtigen Konferenzen, oder als Belohnung für gute Mitarbeiter - Hinzes Kunden buchen ganz individuell. Obwohl das Geld der Unternehmer derzeit nicht locker sitzt - Hinze ist überzeugt, dass seine mobile Massage immer mehr Zuspruch finden wird. «Die Chefs sehen, dass, wer hart arbeitet, es sich auch gut gehen lassen darf», sagt Hinze. Die Motivation von entspannten Angestellten sei sehr viel höher, als die von Menschen, die unter Schmerzen arbeiteten. Die in anderen Großstädten bereits seit langem bekannte Dienstleistung ist in Stuttgart noch wenig bekannt. Während in Berlin mehrere Dutzend mobile Massageteams unterwegs sind, hat «die gute Hand» derzeit noch wenig Konkurrenz. Doch Hinze und sein für die Vermarktung zuständiger Kollege Frank Ebner sehen die Branche im Aufwind. Das Team wird daher in nächster Zeit personell weiter aufgestockt. Nach der Massage ist Claudia Urbans Nacken locker, ihr Gesicht rosig und entspannt: Ohne eine Minute das Büro zu verlassen zu haben kann sie wieder konzentriert und gut gelaunt zum Telefon greifen und ihre elektronische Post lesen. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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