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2003-02-24 10:59:00

Krimineller Doktor-Titelhandel nimmt zu



Hamburg - Der Verkauf falscher Doktortitel an deutsche Akademiker hat nach Einschätzung des Deutschen Hochschulverbandes erhebliche Ausmaße angenommen. «Wir registrieren eine Zunahme bei diversen Angeboten», sagte Verbandssprecher Kristijan Domiter der Zeitung «Welt am Sonntag».

Nach Angaben der Zeitung beteiligen sich auch deutsche Professoren an dem lukrativen Geschäft mit Promotionen. Von den jährlich 25 000 Promotionen in Deutschland seien nach Schätzungen des Hochschulverbandes mindestens 250 gekauft, berichtete das Blatt.

Die Angebote reichten von Titeln obskurer Universitäten und Kirchen im Ausland bis hin zu Doktorarbeiten an deutschen Hochschulen. Der Betriebswirtschafts-Professor Manuel Theisen von der Universität München sagte dem Blatt, an deutschen Hochschulen würden bis zu 50 000 Euro für nicht durch echte Leistungen erworbene Doktortitel verlangt. Die Experten forderten stärkere Kontrollen, berichtete das Blatt. An verarmten Hochschulen in ehemals sozialistischen Ländern werde mit falschen Titeln unterdessen vielfach das Budget aufgebessert.


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