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2003-02-20 10:54:18 Hochschulen wollen jeden zweiten NC-Studenten selbst auswählenBerlin - Die Hochschulen wollen künftig die Hälfte der Studienanfänger in den acht Numerus-Clausus-Fächern selbst auswählen. Dies sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Klaus Landfried, in Berlin. Die Rektoren unterstützen damit einen Vorstoß Baden-Württembergs und anderer unionsgeführter Länder in der Kultusministerkonferenz. Landfried begründete einen entsprechenden Beschluss der Rektoren mit guten Erfahrungen bei der Auswahl der Studierenden durch ihre Professoren. Dort wo dies geschehe, gebe es wesentlich weniger Studienabbrecher. Betroffen sind vor allem die Fächer Medizin, Psychologie, Biologie und Architektur. Die restlichen Plätze soll wie bisher die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) in Dortmund nach Abiturnoten-Schnitt und Wartezeit verteilen. Bisher können die Hochschulen in diesen Fächern bereits 24 Prozent ihrer Studienanfänger auswählen, die meisten Fakultäten machen aber davon kaum Gebrauch. Für eine Ausweitung der Eigenauswahl müsste das Hochschulrahmengesetz des Bundes geändert werden. Anfang März will die Kultusministerkonferenz über diesen Vorschlag beraten. Zur Debatte steht ein Alternativvorschlag des Landes Nordrhein-Westfalen, wonach die Hochschulen ein Viertel der Studenten selbst auswählen können. Ein weiteres Viertel der Plätze sollen die Abiturienten mit den besten Noten erstmals selbst auswählen dürfen. Die Rektoren wollen zudem Studienangebote für Berufstätige ausbauen. Derzeit gibt es 54 weiterführende Studiengänge in Deutschland. Darüber hinaus bieten die Hochschulen 29 Studiengänge an, die eine Berufs- und eine akademische Ausbildung kombinieren. Der Bedarf liege aber deutlich höher, teilte die HRK mit. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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