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2003-01-13 12:13:35

Neuer Politik-Studiengang startet in Magdeburg



Magdeburg - An der Magdeburger Universität startet im Frühjahr ein neuer Studiengang. «Bis zu 30 junge Menschen aus dem In- und Ausland können bei uns ab April Friedens- und Konfliktforschung studieren», sagte Politikprofessor Erhard Forndran. Der international ausgerichtete Master-Studiengang sei das erste derartige Studium in Ostdeutschland.

«Zulassungs-Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Bachelor- oder Hochschulstudium in Politikwissenschaft oder verwandten Fächern.» Spätestens seit dem 11. September 2001 oder den terroristischen Anschlägen von Bali (Indonesien) und Mombasa (Kenia) sei für jedermann ersichtlich, dass Terrorismus als besonders gravierende Form von Gewalt eine weltweite Herausforderung ist. «Damit wurde auch die Friedens- und Konfliktforschung ein hoch aktuelles Thema», sagte der Professor. Dabei spielten neben religiösen Auseinandersetzungen zunehmend soziale Konflikte eine vorherrschende Rolle. «Hier kann man jedoch nur sehr langfristig und mit Unterstützung lokaler Vertreter an der Problemlösung arbeiten», betonte Forndran.

Die Magdeburger Universität biete für den neuen Studiengang sehr gute Voraussetzungen. Es sei von Vorteil, dass auch Deutschlands erster UNESCO-Lehrstuhl für Menschenrechtserziehung im selben Haus sitze und einen Teil des neuen Studiums mitgestalten werde. «Ausbildungsinhalte sind beispielsweise Strategien zur Konfliktbearbeitung, Fragen des Menschenrechts sowie das Verhältnis von Ökonomie und Politik. Aber auch praktische Übungen, etwa zum Aufbau kommunaler Verwaltungen, sind Teil des Studiums», erläuterte Forndran.

Es gehe darum, bei den künftigen Friedensforschern die Fähigkeit zur Analyse verschiedenster Konflikte und Krisen zu entwickeln. Dazu dienten auch praxisnahe Simulationen. «Beispielsweise können unsere Studenten an einem internationalen Modellprojekt zur Arbeit der Vereinten Nationen am UNO-Sitz direkt in New York teilnehmen», sagte Forndran. Gefragt seien die Spezialisten nach ihrem Studium sowohl in deutschen Friedensforschungs-Instituten als auch direkt in den Krisenregionen der Welt.


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