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2002-12-05 15:27:12 Für ausländische Studenten fehlen WohnheimplätzeBerlin - Für ausländische Studenten in der Bundesrepublik fehlen nach Angaben des Deutschen Studentenwerkes (DSW) mindestens 21 000 Wohnheimplätze. Man könne nicht im Ausland für ein Studium in Deutschland werben, dann aber den jungen Gästen kein Quartier bieten, sagte DSW-Präsident Hans-Dieter Rinkens anlässlich der Jahrestagung seiner Organisation in Berlin. Rinkens forderte Bund und Länder auf, dafür mehr Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Hilfszusage von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) von vor einem Jahr sei bei den Ländern leider auf taube Ohren gestoßen. Bund, Länder, Hochschulen und Wirtschaft werben derzeit gemeinsam im Ausland um mehr Gaststudenten. Besonders junge Menschen aus den osteuropäischen Ländern erwarteten, dass ihnen mit der Einschreibung in Deutschland auch ein Wohnheimplatz zur Verfügung gestellt werde, sagte Rinkens. Ziel der Werbeaktion aus UMTS-Zinserlösen ist es, mindestens 60 000 zusätzliche Gaststudenten für Deutschland zu gewinnen. Rinkens bezeichnete die Lage in den öffentlich geförderten Studentenwohnheimen als prekär. Rund 30 Prozent der bundesweit 222 000 Wohnheimplätze der Studentenwerke seien mit Ausländern belegt. In Großstädten mit Hochschulen liege diese Ausländerquote aber schon oft bei 50 bis 60 Prozent. «Wir wollen keine Ausländer- Gettos. Gleichzeitig können wir die jungen Gäste aber doch auch nicht auf der Straße stehen lassen.» Auf dem freien Wohnungsmarkt gibt es für ausländische Studierende nach den Beobachtungen des DSW nach wie vor erhebliche Probleme - nicht nur wegen der höheren Mieten. Vielfach gehe es um kürzere Studienaufenthalte von fünf bis sechs Monaten in Deutschland. Dies sei aber für viele Vermieter nicht interessant. In Freiburg vermittelt das Studentenwerk «Partnerschaften» zwischen älteren Vermietern und Gast-Studenten, die sich dann verpflichten, bei der Hausarbeit oder beim Einkauf zu helfen. In Mannheim habe das Studentenwerk leer stehende Wohnungen angemietet, in Heidelberg gebe es eine Werbeaktion «Zimmer frei». Studenten an der Fachhochschule München haben den Angaben zu Folge einen Wohncontainer entwickelt. Bei einer Grundfläche von 2,60 mal 2,60 Meter bietet der Container Platz für ein Bett, Mini-Küche, Dusche und Arbeitsplatz. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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