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2002-12-03 16:26:36

Landwirte werben für ihren Beruf



Bielefeld - Angesichts des Nachwuchsmangels in der Landwirtschaft wollen Bauern verstärkt auch Jugendliche ohne elterlichen Hof für ihren Beruf gewinnen. «Derzeit hat etwa jeder vierte Auszubildende in der Region keinen Hof im Rücken», sagte Friedemann Wallis, Ausbildungleiter bei der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe, in Bielefeld.

«Die Höfe der Zukunft sind größer und brauchen qualifizierte Mitarbeiter», betonte er. Die Kammer will mit einer Werbekampagne das Image des Berufs verbessern. «Wir bilden im Moment zu wenige Landwirte aus, das wird in einigen Jahren Probleme geben», sagte Wallis. Seit 1998 sei die Zahl der Berufsanfänger in Westfalen-Lippe von 272 auf 211 zurückgegangen. Die dreijährige Ausbildung ist den Angaben zufolge Basis für rund ein Dutzend Berufe, vom Pferdewirt zum Forstwirt und Gartenbauer. «Alles im grünen Bereich!» lautet das Motto der Imagekampagne. «Es gibt viele Möglichkeiten, einen Job zu finden», versichert Wallis.

Der Umgang mit Hochtechnologie gehört auf den Höfen längst zum Alltag: Melkroboter, Fütterungsanlagen und die Buchführung am Computer erfordern gute technische Kenntnisse. «Knochenarbeit gibt es immer noch, aber die Säcke wiegen heute eher 25 als 50 Kilogramm», sagte Wallis. Die Arbeitszeiten seien flexibel. «Wenn geerntet wird, lässt man nicht um fünf das Werkzeug fallen», fügte er hinzu. Aber Überstunden ließen sich langfristig auch wieder ausgleichen.

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