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2002-09-06 10:21:45 Familiegespräche helfen gegen LeseschwächeMünster - Gespräche in der Familie sind wichtig zur Vermeidung von Lese- und Schreibschwächen gerade bei jüngeren Menschen. Diese Meinung vertritt Peter Hubertus, Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung. Fernseher und Computer hätten in vielen Familien Gespräche miteinander abgelöst. «Dabei ist die Kommunikation eine wichtige Voraussetzung für das Lernen von Lesen und Schreiben», sagte er. Für die wachsende Zahl junger Analphabeten in Deutschland machte Hubertus außerdem schlechtere Schulausbildung verantwortlich. Hinter der gestiegenen Zahl junger Anrufer beim bundesweiten «ALFA-Telefon», über das Schreib- und Lesekurse für Erwachsene in ganz Deutschland vermittelt werden, sieht der Geschäftsführer einen größer gewordenen Leistungsdruck in der Gesellschaft. «Früher fanden Jugendliche, die nicht Lesen und Schreiben konnten, eher eine Nische in der Berufswelt etwa als Hilfsarbeiter. Heute stehen sie auf dem Arbeitsmark vor verschlossenen Türen», sagte Hubertus. Bundesweit gebe es insgesamt rund vier Millionen so genannte funktionale Analphabeten, die über unzureichende Lese- und Schreibkenntnisse verfügen. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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