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2002-09-02 14:24:29

Zuwanderer als Außenwirtschafts-Berater fit gemacht



Oldenburg - Zuwanderer lassen sich in Oldenburg zum Außenwirtschafts-Berater ausbilden. Der einjährige Intensivkurs ist nach den Angaben des Oldenburger Arbeitsamts und der beteiligten Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) der erste dieser Art in Deutschland.

Die Teilnehmer verfügten über eine gute Grundausbildung in verschiedenen Berufen, hieß es demnach. Sie kommen aus mehreren Ländern. Mit der Zusatz-Ausbildung, mit guten Kenntnissen über ihre Herkunftsländer und mit Hilfe persönlicher Kontakte in die Heimat sollen sie künftig deutschen Unternehmen bei der Anbahnung von Auslandsgeschäften helfen. «Geschäftskontakte in europäischen Nachbarländern anzuknüpfen, ist heute kein Problem mehr. Aber in anderen Teilen der Welt stoßen Export-Unternehmen auf völlig unterschiedliche und ungewohnte Bedingungen, gesellschaftliche Regeln und Bürokratien», sagte Hans Deimann von der LEB. Außenwirtschafts-Berater, deren Herkunftsländer zugleich Ziel-Länder für deutsche Unternehmer sind, könnten Türen öffnen und Zeit raubende Irrwege vermeiden helfen.

Für den ersten Kurs haben sich nach den Angaben der Veranstalter 22 Interessenten gemeldet. Sie kommen unter anderem aus Indien, aus der Ukraine, aus Mexico und aus der Türkei. Von Beruf sind sie Mediziner, Arzt, Journalist, Lehrer oder Jurist. In Deutschland leben sie nach den Angaben der LEB aus unterschiedlichen Gründen.

Finanziert wird das Vollzeit-Training mit 40 Wochenstunden aus Mitteln der Arbeitsverwaltung und des Europäischen Sozialfonds. Im Gesamt-Budget von rund 400 000 Euro sind die jeweils laufenden Unterhaltszahlungen der Sozialhilfe oder des Arbeitsamts an die Teilnehmer bereits enthalten. Die reinen Ausbildungskosten beziffert das Arbeitsamt mit 220 000 Euro.


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