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2002-08-07 10:41:10

Studentenjobs von Konjunkturflaute betroffen



Münster/Köln/Paderborn - Die Flaute auf dem Arbeitsmarkt hat auch die Studentenjobs erreicht. Für Studierende gestalte sich die Jobsuche für die Semesterferien schwieriger als in den vergangenen Jahren, teilten Arbeitsämter in Nordrhein-Westfalen mit. Das Landesarbeitsamt in Düsseldorf verzeichnet bei allen Stellenangeboten einen Rückgang von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

«Das sind eklatante Einbrüche für den Arbeitsmarkt und zugleich Spiegelbild der allgemeinen Konjunkturflaute», sagte Werner Marquis vom Landesarbeitsamt. In der Studentenstadt Münster registriert das Arbeitsamt einen Einbruch von 50 Prozent im kaufmännischen Bereich bei Ferienjobs. Im gewerblichen Bereich sind die Angebote für kurzfristige Ferienjobs um 20 Prozent zurückgegangen. Besonders in den klassischen Branchen wie Bürotätigkeiten, Bau und Gastronomie seien Jobs dünn gesät, sagte Jobvermittlerin Fernanda Sabrosa. Wurden im letzten Jahr noch 500 Studenten in einen Job vermittelt, seien es dieses Jahr nur 300.

«Diese Entwicklung hat aber keine Auswirkungen auf den Stundenlohn. Im Durchschnitt hält er sich stabil bei acht Euro», sagte Sabrosa. Angebote für Tagesjobs wie Umzugshelfer und unbefristete Jobs auf 325-Euro-Basis gebe es reichlich. Auch die Nachfrage der Studenten ist nach Einschätzung des Arbeitsamtes Münster gleich geblieben.

Das Arbeitsamt Paderborn verzeichnet eine «erheblich ungünstigere Entwicklung als in den Jahren zuvor». Den 1500 arbeitswilligen Jobanwärtern konnten bisher nur 100 Jobs vermittelt werden. «Wir rechnen in diesen Semesterferien höchstens noch mit 800 Jobangeboten, letztes Jahr konnten wir in dem Zeitraum Juli bis August 1100 Jobs vermitteln», sagte Franz Josef Albrecht, Sprecher des Arbeitsamtes. Dies bedeute einen Einbruch auf dem kurzfristigen Arbeitsmarkt von rund 30 Prozent.

Auch die Situation der arbeitssuchenden Studenten in der Studentenmetropole Köln ist schwierig. Das Arbeitsamt Köln verzeichnet einen Rückgang von 15 Prozent auf dem kurzfristigen Arbeitsmarkt. «Die Firmen haben genug damit zu tun, ihre Kapazitäten auszulasten und sind froh, wenn sie keine Arbeitnehmer entlassen müssen», sagte ein Sprecher.


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