![]() << Zurück zur JOBBER-Startseite >> |
|
2002-07-22 14:46:39 Anreize für Professoren soll Weiterbildung fördernStuttgart - Finanzielle Anreize für Professoren sollen künftig das Angebot wissenschaftlicher Weiterbildung an baden- württembergischen Universitäten und Fachhochschulen verbessern. Nach einer Reform der Besoldung könnten Hochschullehrer künftig diesen Unterricht als Nebentätigkeit abrechnen, sagte Wissenschaftsminister Peter Frankenberg (CDU) in Stuttgart. Mit einer geänderten Lehrverpflichtungsverordnung könnten die Professoren Weiterbildungsveranstaltungen auf ihr Lehrdeputat anrechnen lassen. «Qualitätvolle Studienangebote für Berufstätige und für Unternehmen werden wegen des Wettbewerbs auf dem Bildungsmarkt immer wichtiger», sagte Frankenberg. In vielen Fächern, wie etwa der Informatik, schreite das Wissen so rasch voran, dass regelmäßige Weiterbildung für Arbeitnehmer immer wichtiger werde. Die Angebote seien auch eine zusätzliche Einnahmequelle für die Hochschulen. Der Ministerrat habe mehrere strukturelle und dienstrechtliche Reformen beschlossen, um Weiterbildungsangebote an Hochschulen zu fördern. Die Änderungen treten voraussichtlich bis Ende des Jahres in Kraft. Bereits an mehreren Hochschulen im Land sei «Beachtliches» bei der Weiterbildung geleistet worden, betonte der Minister. So habe beispielsweise die «Akademie für Weiterbildung an den Universitäten Heidelberg und Mannheim e.V.» im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 900 000 Euro erzielt. Seminare und Vorlesungen in der Weiterbildung sollen nun den Hochschullehrern vergütet werden, soweit diese Mittel zusätzlich erwirtschaftet werden. Dabei sollen marktübliche Honorare gezahlt werden. Mit besonders «ertragreichen» Angeboten wie etwa Weiterbildung beim Steuerrecht sollten andere Fächer unterstützt werden, die sich nicht so gut «kommerzialisieren» lassen - wie etwa viele Geisteswissenschaften. Die Hochschullehrer können nach den neuen Regelungen auch Kurse in der Weiterbildung auf ihre Lehrverpflichtung anrechnen lassen, wenn dadurch das Angebot für die Studenten nicht geschmälert wird, wie das Ministerium weiter mitteilte. «Damit soll auch die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Unternehmen gefördert werden», sagte Frankenberg. In den USA würde dies bereits sehr erfolgreich praktiziert. Wenn Berufstätige sich an Hochschulen weiterqualifizierten, steigere dies den Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Das Land fördert im Jahr nach Angaben des Ministeriums mit rund 0,6 Millionen Euro Koordinierungsstellen für wissenschaftliche Weiterbildung. Diese Zentralen stellten den Kontakt zwischen Nachfragern und Anbietern her. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
<< Zurück zur JOBBER-Startseite >> |