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2002-06-19 11:41:08

Frauen bei Nachwuchsprofessoren unterrepräsentiert



Wiesbaden - Bei den angehenden Nachwuchsprofessoren an deutschen Hochschulen sind Frauen weiter stark unterrepräsentiert. Obwohl bei den Studienanfängern Männer und Frauen weitgehend gleichmäßig vertreten waren, stammten im vergangenen Jahr nur 17,2 Prozent aller abgeschlossenen Habilitationen von Frauen.

Im Vorjahr lag dieser Anteil mit 18,4 Prozent geringfügig höher, teilte das Statistische Bundesamt (DESTATIS) in Wiesbaden mit. Insgesamt blieb die Zahl der Wissenschaftler, die sich mit der bestandenen Lehrbefähigung für eine Professur bewerben können, mit 2143 im Vergleich zum Jahr 2000 nahezu unverändert.

Die meisten Habilitationen kamen aus der Humanmedizin. Bei den Frauen waren die Sprach- und Kulturwissenschaften die am stärksten vertretene Fächergruppe mit einem Anteil von gut 28 Prozent. Insgesamt liegen zwischen Studienbeginn und Habilitation in Deutschland fast zwei Jahrzehnte. Das Durchschnittsalter der neu Habilitierten hatte sich im Jahr 2001 mit 40 Jahren kaum verändert. Frauen sind bei Abschluss ihrer Habilitation durchschnittlich ein halbes Jahr älter als die Männer. Zu Beginn des Studiums waren die Frauen zumeist jünger als die männlichen Erstsemester.


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