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2002-04-26 15:23:46 Arztausbildung wird nach 32 Jahren reformiertBerlin - Das Medizinstudium und die Ausbildung zum Arzt sollen praxisnäher werden. Nach jahrelangem Streit stimmte der Bundesrat einer entsprechenden Reform zu. Damit wird die ärztliche Approbationsordnung erstmals seit 1970 novelliert. Als Folge wird die Zahl der Studienplätze voraussichtlich um etwa zehn Prozent sinken. Der schlecht oder gar nicht bezahlte 18-monatige Dienst als «Arzt im Praktikum» soll entfallen. Derzeit liegt die Zahl der Medizinstudenten bei insgesamt rund 80 000. Die Neuregelung soll die klinischen Prüfungen straffen und die praktische Ausbildung am Patienten stärken. So wird die Zahl der Studenten, die an einer Demonstration am Patienten teilnehmen, von acht auf sechs begrenzt. Als Folge wird die Zahl der Studienplätze sinken. Der von Jungmedizinern heftig kritisierte «Arzt im Praktikum» soll abgeschafft werden. Stattdessen sollen junge Ärzte nach dem Studium für ihre Arbeit ein normales Gehalt bekommen. Zugleich sollen die Ausbildungsinhalte des Medizinstudiums modernisiert werden. Ziel sei es, das Studium ganzheitlicher auszurichten, sagte Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Unter anderem sollen die Allgemeinmedizin, aber auch die Geriatrie, also die Wissenschaft vom Alter, ein stärkeres Gewicht erhalten. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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