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2002-03-11 12:00:42 Rede gehört als Lehrstoff an die HochschulenDresden - Der Verband der Redenschreiber sorgt sich um das sprachliche Ausdrucksvermögen. Nach einer Mitteilung will er auf seinem Kongress am 16. März in Dresden die Einführung eines Fachs «Rede und Sprache» als Grundlehrstoff an den Hochschulen in Deutschland, Österreich und der Schweiz fordern. «Präzision des Ausdrucks muss genauso gelernt und gelehrt werden wie etwa Naturwissenschaften, Soziologie oder Betriebswirtschaftslehre», sagte der Präsident der Redenschreiber, Thilo von Trotha. Er verwies dabei auf die lebendige Tradition rhetorischen Trainings an den Universitäten in Großbritannien und in den USA. Nach Ansicht von Trothas ist verständliche Sprache in Deutschland eher verpönt und wird häufig als «feuilletonistisch» gebrandmarkt. Die Gesellschaft verlange von Führungskräften Klarheit und Verständlichkeit in der Darstellung komplexer Sachverhalte: «Denn Rede ist Führung. Der Dresdner Kongress soll die Initialzündung für eine Wiedergeburt der angewandten Rhetorik in unseren Hochschulen geben», sagte der Präsident. Der Verband der Redenschreiber versteht sich als «idealistische Vereinigung von Praktikern» in Deutschland, Österreich und der Schweiz und möchte die Sprachkultur in den drei Ländern verbessern. Das 1998 gegründete Gremium hat 276 Mitlieder, von denen nicht wenige als Verfasser von Reden tätig sind. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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