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2002-03-05 11:30:53 Leseschwäche oft verborgenSchwerin - Die durch die internationale Vergleichsstudie «PISA» aufgedeckten Leseschwächen deutscher Schüler bleiben den Lehrern meist verborgen. Nur elf Prozent der Schüler mit eklatanten Problemen in Deutsch seien von den Pädagogen auch als solche eingestuft worden, sagte der PISA-Koordinator für Mecklenburg- Vorpommern, Uwe Feiste, am 04. März 2002 auf einer Konferenz in Schwerin. Bildungsminister Peter Kauffold (SPD) kündigte an, dass im neuen Lehrerbildungsgesetz, das derzeit in Arbeit sei, die PISA-Ergebnisse berücksichtigt werden sollen. Die Hochschulen und Einrichtungen zur Weiterbildung seien sich der Verantwortung bewusst, den Lehrern ein zeitgemäßes Handwerkszeug zur Vermittlung von «handlungsorientiertem Wissen» mit auf den Weg zu geben. «In die Fort- und Ausbildung der Lehrer muss investiert werden», forderte Wolfgang Sucharowski von der Landesarbeitsgruppe PISA. Die internationale Vergleichsstudie PISA der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hatte im Dezember 2001 erhebliche Mängel im deutschen Bildungssystem offenbart. So erreichten unter 32 OECD-Staaten Deutschlands Schüler beim Lesen nur das untere Mittelfeld und schnitten auch in Mathematik und Naturwissenschaften nur unterdurchschnittlich ab. Kauffold warnte davor, auf die schlechten Ergebnisse mit Aktionismus zu reagieren. Stattdessen sei eine kontinuierliche Entwicklung notwendig, die Mecklenburg-Vorpommern mit dem neuen Landeshochulgesetz begonnen habe. Nach Angaben des Ministers werden Ende Juni die Ergebnisse der PISA-Studie für die einzelnen Bundesländer vorliegen. Bereits im April und im Mai werde auf Regionalkonferenzen über Konsequenzen aus dem Vergleichstest beraten. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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