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2003-04-07 09:38:54 Wellenrauschen bei der ArbeitAltefähr/Weilheim (dpa/gms) - Sonne, Strand und Meer: Bernd Wittgrefe hat einen Traumjob. Der 50-Jährige ist Surf- und Segellehrer. Zur Zeit bringt er Urlaubern im Senegal den richtigen Umgang mit Segelboot oder Surfbrett bei. Ihr Hobby zum Beruf zu machen, ist für viele Segler und Wellenreiter eine verlockende Vorstellung. Auch wenn Wassersportlehrer oder -instruktoren keine geschützten Berufe sind, bieten die Fachverbände Schulungen und Lehrgänge an. Die Lizenzen sind bei vielen Wassersportschulen im In- und Ausland inzwischen eine Voraussetzung für die Arbeit am Strand. «Zum eigenen Surfen oder Segeln kommen die meisten Lehrer und Instruktoren nur selten,» sagt Grit Salut von der Wassersportakademie Sail und Surf in Altefähr auf Rügen. «Wer Segel-Unterricht gibt, fährt die meiste Zeit mit dem Motorboot neben den Sportlern her und gibt Kommandos.» «Die meisten Lehrer oder Instruktoren arbeiten nicht das ganze Jahr in diesem Job», sagt Claus Baalmann, Geschäftsführer des Verbands Deutscher Windsurfing und Wassersport Schulen (VDWS) im bayrischen Weilheim. Die Saison dauert in Europa meist von April bis Oktober. «Wer einen Lehrgang zum Wassersportlehrer macht, ist meist entweder Sportstudent oder total fixiert auf den Wassersport», sagt Xenia Hebeler in Köln, Wellenreitlehrer-Ausbilderin beim Deutschen Wellenreit Verband (DWV) mit Sitz in Münster. Viele Surf- oder Segellehrer arbeiten in Reiseländern weltweit. Vor allem der Mittelmeerraum bietet zahlreiche Möglichkeiten: «Wassersportschulen, Vereine, Ferienclubs und Reiseveranstalter suchen vor allem für die Sommersaison immer nach gut ausgebildeten Lehrern», sagt VDWS-Geschäftsführer Baalmann. Viele Veranstalter suchen aber nicht nur reine Sportlehrer: «Die Anleiter für das Surfen oder Segeln gehören oft zu den Animateuren», sagt Christian Boergen vom Deutschen Reisebüro und Reiseveranstalter Verband (DRV) in Berlin. Wer morgens Unterricht auf den Wellen gibt, steht deshalb häufig abends auch noch auf der Bühne eines Clubs oder einer Ferienanlage. Auch hier gebe es eine hohe Fluktuation: «Nur wenige machen diesen Job länger als zwei Jahre, Interessierte haben deshalb immer gute Einstiegschancen», so Boergen. «Einige Clubs zahlen die An- und Abreise, Unterkunft, Verpflegung und erlauben eine Nutzung der Clubangebote. Dazu bekommen die lizensierten Instruktoren ein Gehalt von 500 Euro und mehr», sagt Baalmann. Andere Arbeitgeber übernehmen weniger Festkosten und zahlten dafür 1000 bis 1500 Euro. Auch auf dem Wasser ist Vielseitigkeit gefragt: «Das Angebot der Schulen vor Ort ist breit gefächert, deshalb sollten auch die Lehrer mehr als nur eine Sportart unterrichten können», rät Baalmann. Neben den Reiseveranstaltern oder Ferienclubs, die ihre sportlichen Animateure laut Boergen oft selbst ausbilden, bieten die Wassersportverbände Lehrgänge zum Surf- und Segelinstruktor oder Wellenreitlehrer an. Die Kosten für eine Ausbildung zum Wassersportlehrer hängen von der Länge der Ausbildung ab: 410 und 490 Euro kostet ein acht- beziehungsweise zehntägiger Lehrgang zum Segel-, Surf- und Kitelehrer beim VDWS. Beim DWV werden Wellenreitlehrer und -assistenten ausgebildet. Der Assistentenlehrgang kostet 370 Euro, der Kurs zum Lehrer rund das Doppelte. Die Teilnehmer müssen neben dem eigenen Training auf dem Wasser einiges an Zeit mitbringen: «Für einen Assistentenschein sind ein Wochenendkurs, ein vierwöchiges Praktikum in einer Wassersportschule und ein einwöchiger Lehrgang nötig», sagt DWV-Ausbilderin Hebeler. Für einen Lehrerschein müssen Interessierte ein längeres Praktikum von zwei Monaten und einen zweiwöchigen Kurs einplanen. Eine Übersicht aller News gibts hier. © 2001 Deutsche Presse Agentur (dpa) |
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