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2002-10-14 10:02:30

Jobs für Sportfans



Frankfurt/Main (/gms) - Sportfans haben viele Möglichkeiten, ihre Liebe zu Fitness und Bewegung zum Beruf zu machen. Lehrer, Trainer und Physiotherapeuten etwa haben jeden Tag mit dem Sport zu tun. Aber auch die Medien und eine vielfältige Industrie bieten heute Arbeitsmöglichkeiten rund um den Sport an.

Sportartikelhersteller, Beratungs- und Eventagenturen suchen Sportliebhaber mit ganz unterschiedlicher Vorbildung. Auch in den Bereichen Fitness und Wellness sowie in der Freizeit- und Tourismusindustrie arbeiten Sportinteressierte, so Uta Glaubitz, Autorin des Ratgebers «Jobs für Sportfreaks». Etwa 200 solcher Berufe rund um den Sport verzeichnet der Deutsche Sportbund (DSB) in Frankfurt.

Rund 600 000 Menschen arbeiten nach Zahlen des DSB hauptberuflich im Sport oder in abhängigen Dienstleistungen. Damit beschäftigt der Sport in Deutschland heute ungefähr so viele Mitarbeiter wie Banken und Sparkassen oder die Landwirtschaft, sagt Manfred Spangenberg, der die Abteilung Ausbildung und Personalentwicklung beim DSB leitet.

«In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich das Berufsfeld stark weiter entwickelt. Da sind viele neue Tätigkeiten entstanden», erläutert Professor Hermann Salomon, Studienfachberater am Fachbereich Sport der Universität Mainz. Ein Grund ist Salomon zufolge die steigende Zahl von Sportmöglichkeiten.

Laut einer Absolventenstudie aus dem Jahr 2001 arbeiten die ehemaligen Studenten der Sportwissenschaft aus Mainz heute etwa in Fitness-Studios, in der Prävention, im Sportmanagement, in der Verwaltung oder in der Sportartikelbranche. Ob Schuhe oder Textilien, ob Basketball oder Tennis: «Bei uns sind in allen Bereichen Produktmanager tätig, die mit Testern und Designern zusammen arbeiten», sagt Oliver Brüggen, Sprecher des Sportartikelherstellers Adidas in Herzogenaurach.

Auch in Sportagenturen ist Begeisterung für den Sport nützlich: «Ich war nie ein Spitzenathlet. Man muss die Regeln einer Sportart und die Szene aber einfach kennen, um eine Veranstaltung zu organisieren», erklärt Stephanie Vogel, die als Event-Managerin bei der Agentur ITMS Sports im hessischen Bad Nauheim arbeitet.

Vogel ist für Organisation und Abwicklung von Turnieren oder Sport-Werbeveranstaltungen zuständig. Etatplanung, Sponsorenakquise und Promotion gehören zu den Aufgaben, die die 24-Jährige im Vorfeld einer Veranstaltung beschäftigen.

Manfred Spangenberg zufolge wird der meiste Sport zwar nach wie vor in den 87 000 deutschen Vereinen ausgeübt. Doch private Anbieter seien auf dem Vormarsch, so Uta Glaubitz. «Der alte Mief der Vereins-Turnhalle befriedigt die Leute nicht mehr. Sport soll heute ein Erlebnis sein», sagt die Autorin. Kommerzielle Sportanlagen wie Skatehallen oder Wellness-Studios sollen Geld abwerfen. Daher benötigen sie Managementpersonal.

An mehreren deutschen Hochschulen haben sich daher einschlägige Studiengänge etabliert. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg bieten die Universität Bayreuth und mehrere Fachhochschulen Studiengänge in Sportökonomie oder Sportmanagement an. Seit einem Jahr gibt es auch den Ausbildungsberuf Sport- und Fitnesskaufmann, für den junge Leute in Sportvereinen, bei kommerziellen Sportanbietern und in der kommunalen Verwaltung ausgebildet werden.

Literatur: Uta Glaubitz, Jobs für Sportfreaks, Campus Verlag, ISBN 3-593-36548-0, 15,90 Euro.

Informationen: Die Broschüre «Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im Sport» ist kostenlos erhältlich bei: Deutscher Sportbund, Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt, Tel.: 069/670 00, E-Mail: info@dsb.de


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