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2002-09-11 11:54:44 Gewalt an Schulen nimmt zuHamburg (dpa/gms) - An den Schulen in Deutschland gibt es immer mehr gewalttätige Übergriffe. Zu dieser Einschätzung kommen zumindest mehrere hundert Eltern und Lehrer, die im Rahmen einer bundesweiten Studie befragt worden waren. Das teilte das Versicherungsunternehmen Bruderhilfe-Familienfürsorge bei der Vorstellung der Untersuchung in Hamburg mit. 80 Prozent der Eltern und Lehrer sagten, an den Schulen in Deutschland komme es «sehr oft» oder «oft» zu körperlichen Gewalt. Für Hauptschulen ergäben sich noch höhere Werte, für Gymnasien deutlich niedrigere Quoten. Nach Auskunft der rund 454 befragten Lehrer und Sozialpädagogen ist das familiäre Umfeld entscheidend für das Ausmaß der Gewalt: Je geringer das Interesse der Eltern am schulischen Fortkommen ihrer Kinder ist, desto mehr Gewalt gebe es an der entsprechenden Schule. Auch an Schulen mit hohem Ausländeranteil, berichteten Eltern und Lehrer von besonders viel Gewalt. Das Gleiche gelte für Schulen, die in Städten mit mehr als 250 000 Einwohnern liegen. Grundsätzlich beschrieben die Eltern und Lehrer jedoch an allen Schulen eine Zunahme von Gewalt und Vandalismus in den vergangenen zwei, drei Jahren. Dabei zeichneten die Eltern ein düsteres Bild als die Lehrer. Nach Einschätzung der Experten der Bruderhilfe- Familienfürsorge sei das unter anderem darauf zurückzuführen, dass das Thema heute in den Medien stärker berücksichtigt werde und die Aufmerksamkeit bei Eltern deshalb größer geworden sei. Die Ergebnisse stützen sich auf eine bundesweite Umfrage unter 454 Lehrern und an Schulen tätigen Sozialpädagogen, auf eine Befragung von 583 Lesern des unternehmenseigenen Magazins «Das Journal» sowie auf mehrere Diskussionsrunden mit Schülern. Eine Übersicht aller News gibts hier. © 2001 Deutsche Presse Agentur (dpa) |
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