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2002-08-19 11:13:19

Viele Reisebüro-Auszubildende unzufrieden



Hamburg (/gms) - Viele Auszubildende in Deutschlands Reisebüros sind offenbar unzufrieden. Nach den jüngsten verfügbaren Zahlen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden aus dem Jahr 2000 bricht fast jeder Vierte von ihnen, 23 Prozent, die Lehre im Ausbildungsbetrieb vorzeitig ab. Das berichtet die Branchenzeitschrift «Travel Talk».

Dem Bericht zufolge werden die Auszubildenden gerade in kleineren Reisebüros oft nicht einmal zur Berufsschule geschickt. Dies sei möglich, weil in einigen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Bayern der Besuch der Berufsschule nicht zwingend vorgeschrieben sei.

Laut «Travel Talk» gehen die Schüler aus Betrieben, die mit Auszubildenden ihren Personalmangel beheben wollen, teilweise nur in der Berufsschule vorbei, um dort die Lern-Unterlagen zu kopieren. Kurz vor der Prüfung werde dann ein Institut engagiert, das den angehenden Reisebürokaufleuten den Stoff im Schnellverfahren beibringen soll, heißt es. 87 Prozent der Auszubildenden sind Frauen, gut jede Zweite kann Abitur oder Fachhochschulreife vorweisen.


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