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2001-10-29 23:40:54

Erste bundesweite Anti-Mobbing-Initiative gegründet



Eine bundesweite Anti-Mobbing-Initiative ist in Frankfurt gegründet worden. Die Initiative wolle Forschungs-, Arbeits- und Informationsforum

sein, sagte Gründungsmitglied Brigitte Kerst-Würkner in Frankfurt.

Gemeinsames Ziel der Mitglieder sei es, "der unfairen und zerstörerischen Behandlung von Menschen am Arbeitsplatz durch Kollegen und Vorgesetzte entschieden entgegen zu treten". In der deutschen Anti-Mobbing-Initiative (DAMI) wollen sich unter anderem Mediziner, Psychologen, Juristen, Kirchenvertreter, Gesundheitspolitiker und Gewerkschaftsmitglieder zusammenschließen. Nach Schätzungen der Initiative werden in Deutschland 1,5 Millionen Menschen von Kollegen und Vorgesetzten gemobbt. Der volkswirtschaftliche Schaden belaufe sich auf 100 Milliarden Mark (51 Milliarden Euro), hatte Kerst-Würkner vor dem Treffen erklärt.

DAMI sei keine Selbsthilfegruppe, betonte Kerst-Würkner, sie richte sich nur mittelbar an Betroffene. Im Unterschied zu anderen Fachverbänden wolle die Initiative bundesweit agieren und möglichst viele Fachrichtungen integrieren. Bisher umfasse DAMI einen harten Kern vom 15 bis 20 Fachleuten. Zum Gründungskongress kamen etwa 70 Teilnehmer. DAMI will auch mit bestehenden Verbänden wie dem Frankfurter "Mobbing-net" zusammenarbeiten. Bis zum nächsten Treffen am 26. Januar soll eine Satzung vorbereitet werden. Die Initiative will sich als eingetragener Verein organisieren.


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