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2001-11-12 16:28:27

Deutsche lernen zu wenig Fremdsprachen



Berlin (/bb) - Die Deutschen lernen nach Ansicht von Experten zu wenig Fremdsprachen. Englischkenntnisse allein reichten heute nicht mehr aus, um sich im europäischen Wettbewerb zu behaupten, sagte Petra Jung, Sprach-Koordinatorin im Bundesbildungsministerium, im Vorfeld der internationalen Sprachmesse «Expolingua» in Berlin. Jeder Schüler sollte deshalb zwei Sprachen lernen.

Auf der Messe präsentieren 102 Aussteller vom 16. bis 18. November Austauschprogramme, Ausbildungsangebote und Sprachreisen. Im europäischen Vergleich zählten die Deutschen inzwischen zu den Fremdsprachmuffeln, sagte Konrad Schröder, Bundesvorsitzender des Fachverbandes Moderne Fremdsprachen. So seien Französischkenntnisse rapide zurückgegangen. Neue Anforderungen nach Mehrsprachigkeit in einem vereinten Europa hätten sich im Bewusstsein vieler Deutscher noch nicht verankert, weder bei Eltern noch bei Lehrern. Nur sechs bis acht Prozent der Bundesbürger beherrschten laut Umfragen mehr als eine Fremdsprache.

Auf der Messe «Expolingua» bieten Aussteller Programme und Bildungsangebote zu 54 Sprachen an - von Afrikaans bis zu Vietnamesisch. Ein Schwerpunkt seien in diesem Jahr Sprachkurse, die mit einem Praktikum im Ausland verbunden sind, sagte Organisatorin Martina Bischoff. Stark nachgefragt würden auch Sprachtests aus Arbeitgebersicht. Zu den Besuchern der Messe gehören in der Mehrzahl Schüler, Studenten und Lehrer. Bischoff rechnet mit rund 12 000 Besuchern.

Die Messe findet vom 16. bis 18. November im Russischen Haus, Friedrichstraße 176-179 in Berlin-Mitte statt. Der Eintritt beträgt 8, ermäßigt 6 Mark, Öffnungszeiten von 10-18 Uhr. (Internet://www.expolingua.com)


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