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2001-11-26 13:57:27 Experten: Psychischer Druck am Arbeitsplatz wächstHamburg (/lno) - Psychische Belastungen am Arbeitsplatz sind nach Ansicht von Experten zunehmend Ursache für Erkrankungen. «Der Druck wächst», sagte Prof. Alfred Oppholzer bei einer Tagung des «Arbeitskreises Arbeitssicherheit» in Hamburg. «Die klassischen Belastungsfaktoren wie schwere körperliche Arbeit und Lärm verlieren in der Arbeitswelt an Bedeutung», erklärte die Sprecherin des Arbeitskreises, Valerie Wilms. So genannte «weiche Belastungen» wie Zeit- und Termindruck, hohes fremdbestimmtes Arbeitstempo und soziale Konflikte seien die neuen Risikofaktoren. Psychische Belastungen können nach den Worten von Oppholzer längerfristig zu Herz- und Kreislauferkrankungen bis hin zum Schlaganfall führen. Auch Magen-Darm-Erkrankungen, Depressionen, Angstzustände, Schlaflosigkeit und Essstörungen könnten die Folge sein. Kurzfristig drohten bei Psycho-Stress aber auch Arbeits- und Wegeunfälle sowie eine generelle Beeinträchtigung des Wohlbefindens. «Meist fehlen den Betrieben die Erfahrungen hinsichtlich der Berücksichtigung psychischer Belastungen bei der Beurteilung von Gefährdungen am Arbeitsplatz», sagte Wilms. Der Auftrag des Arbeitsschutzgesetzes, psychische Faktoren in die Beurteilung des Gefahrenpotenzials miteinzubeziehen, stehe erst am Anfang. Arbeitsorganisation, Arbeitsumgebung und Verbesserungen der sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz könnten helfen, psychische Belastungen zu verringern. Das Amt für Arbeitsschutz und die Berufsgenossenschaften «geben den Betrieben gerne Hilfestellung», so Wilms. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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