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2001-10-04 16:14:58

Keine Juniorprofessur für Germanisten



Germanisten haben Plänen von Bund und Ländern für die Einführung einer Juniorprofessur und damit geplanten Einschränkungen bei Habilitationen eine Absage erteilt. Das Lehr- und Forschungsprofil von Juniorprofessoren führe in der Germanistik zu einer Dequalifizierung des Hochschullehrer-Nachwuchses, heißt es in einer zum Abschluss des Deutschen Germanistentages verabschiedeten Resolution.

Mit dem Verbot der bislang für ein Professorenamt nahezu unerlässlichen Habilitation werde den Geisteswissenschaften eine der wichtigsten Formen genommen, wissenschaftliche Erkenntnisse zu

präsentieren. Die Sorge gelte ferner der hoch qualifizierten Generation der jetzt 30- bis 45-jährigen Habilitierenden und Privatdozenten. Deren Zukunftschancen würden mit der Einführung der Juniorprofessur in einem nicht zu vertretenden Maß verringert.

Mit den Juniorprofessoren strebt die Bundesregierung unter anderem eine Verjüngung der Lehrenden an Hochschulen an. Nach den Berliner Plänen sollen Nachwuchswissenschaftler bereits mit Anfang 30, zehn Jahre früher als heute üblich, die Möglichkeit erhalten, selbstständig zu forschen und zu lehren. Die Bundesregierung plane für die nächsten Jahre mit 360 Millionen Mark die Einführung von insgesamt 3000 Juniorprofessuren.


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