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2001-11-08 14:19:10 Wissenschaftsbibliotheken im Multimedia-Zeitalter unverzichtbarZwickau (/sn) - Die wissenschaftlichen Universalbibliotheken in Deutschenland sind nach Einschätzung des Deutschen Bibliotheksverbandes auch im Multimedia-Zeitalter nicht überflüssig. An der Tagung hatten rund 100 Direktoren von Staats- und Landesbibliotheken, von Universitäts- und Hochschulbibliotheken sowie von Zentral- und Bundesbibliotheken teilgenommen. «Ein Ende der klassischen Bibliotheken ist mit den neuen Informationstechnologien nicht zu befürchten», sagte der Leiter der am Ende der Herbsttagung der Sektion wissenschaftliche Universalbibliotheken des deutschen Bibliotheksverbandes, Berndt Dugall. Der Direktor der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt/Main hat allerdings in den vergangenen Jahren Änderungen in den Nutzungsgewohnheiten in den Büchereien beobachtet. So seien immer weniger Leser bereit, in schier endlos langen Regalreihen stundenlang nach bestimmten Werken zu suchen. Fernleihe oder Online-Bestellung der gewünschten Publikationen gehörten zur Tagesordnung. «Deshalb müssen wir unser Dienstleistungsangebot den neuen Nutzungsgewohnheiten anpassen», sagte Dugall. Zudem müssten die Bibliotheken den schnellen Zugriff auf elektronische Informationen und Datenbestände ermöglichen. «Die Bibliotheken an den Universitäten müssen enger mit einzelnen Fachbereiche und Rechenzentren der Hochschulen zusammenarbeiten», sagte Dugall. Als Beispiel nannte er das Fachgebiet Medizin. Gerade hier würden immer häufiger multimediale Animationen zur Wissensvermittlung eingesetzt, die Abläufe im menschlichen Körper oder Operationstechniken so realistisch darstellen, wie es mit den besten Fachbüchern nicht möglich sei. «Trotzdem werden Bibliotheken mit einem umfassenden physischen Buchbestand noch über Jahrzehnte hinaus erhalten bleiben», betonte der Experte. Sogar die Magazinbestände würden noch immer kontinuierlich aufgefüllt. Lediglich bei den Zeitschriften sei eine baldige Veränderung des Angebotes zu erwarten. So würden sich die Nutzer künftig die gewünschten Informationen aus digitalen Medienangeboten selbst zusammenstellen und weniger in Zeitschriften nach Artikeln blättern. Es sei zunehmend Aufgabe des Bibliothekspersonals, sich nicht nur im klassischen Buchbestand auszukennen, sondern die Nutzer auch durch den Dschungel digitaler Wissensverwaltung zu den gewünschten Informationen zu führen. Schulungen und neue Ausbildungsmethoden gehörten deshalb längst zum Alltag in deutschen Büchereien. Um das Funktionieren moderner Büchereien zu gewährleisten, werden immer häufiger Techniker angestellt. Eine Übersicht aller News gibts hier. |
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