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2001-11-19 10:54:35

Jeder zehnte Schulabgänger ohne Abschluss



Etwa jeder zehnte Schulabgänger in Deutschland verlässt die Schule gegenwärtig ohne einen Abschluss - «und deshalb mit denkbar schlechten Karten für die Zukunft». Dies erklärte der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Ludwig Eckinger.

In manchen Gegenden liege der Prozentsatz von Jugendlichen, die keinen Schulabschluss erreichen, noch höher. Diese Situation sei unter anderem eine Folge der staatlichen Sparmaßnahmen seit den 80er Jahren, kritisierte Eckinger. Die Lehrerorganisation hat nach eigenen Angaben rund 140 000 Mitglieder.

Wenn jedes Jahr so viele Mädchen und Jungen durch das Schulsystem fielen, komme dies die Gesellschaft letztlich an Ausgleichsmaßnahmen teuer zu stehen, sagte Eckinger. Langfristig würde es sich für den Staat rechnen, wenn er personell und materiell erheblich mehr vor allem in Grund- und Hauptschulen investieren würde. «In einem so wohlhabenden Land wie der Bundesrepublik muss es möglich sein, dass niemand durch den Rost fällt», sagte der VBE-Chef.


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