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2002-11-19 10:11:52

Internationalen Austausch stärker in Schulen verankern



Bonn - Der internationale Schulaustausch muss nach Ansicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Dagmar Schipanski, stärker im Schulalltag verankert werden. Dieser Austausch sei als Teil des Unterrichts anzusehen, sagte Schipanski am 18. November in Bonn. Sie eröffnete eine Fachtagung des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) zur Gründung vor 50 Jahren.

Die Motivation von Lehrern und Schülern, sich für die internationale Zusammenarbeit zu engagieren, müsse gefördert werden. Schipanski sagte, in einer von Globalisierung geprägten Gesellschaft sei eine intensive Auseinandersetzung mit Sprache, Kultur, Tradition und Wirtschaft anderer Länder ungemein wichtig. «Jeder Lehrer sollte deshalb die Möglichkeit haben, einen Teil seiner Ausbildung im Ausland absolvieren zu können.»

An den Programmen des PAD nehmen den Angaben zufolge jährlich rund 35000 Schüler teil, mehr als die Hälfte davon aus Deutschland. Allein 6000 junge Deutsche reisten pro Jahr in die USA, erläuterte Ilse Brigitte Eitze-Schütz, Leiterin des PAD. Im Gegenzug kämen bis zu 5000 amerikanische Schüler in die Bundesrepublik. Die Austauschschüler lernten während des mehrwöchigen Aufenthalts in ihrer Partnerschule und lebten in Gastfamilien. An den Programmen, die auch Lehrer, Assistenten und Verwaltungsmitarbeiter einbeziehen, seien weltweit etwa 90 Nationen beteiligt.

Nach Worten von Schleswig-Holsteins Kultusministerin Ute Erdsiek-Rave, SPD, sollte der Austauschdienst auch Schüler von Real-, Haupt-, und Berufsschulen einbeziehen. Junge Menschen müssten europaweit mobil und in der Lage sein, sich auch in anderen Ländern eine Arbeit suchen zu können, sagte sie. Zudem sollten sich die Programme stärker den EU-Beitrittsländern öffnen.


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